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Friday, April 23, 2010

3G

Germany: A 3G Love Story from Jewish Forward on Vimeo.



Vor ein paar Monaten kontakierte mich ein junger New Yorker Fotograf, der in Deutschland ein Projekt zu juedisch-deutscher Gegenwart initieren wollte. Hier nun im Forward seine Fotos und seine Eindruecke.

Friday, January 8, 2010

Juden im Jemen

The Jews of Sana'a from Jewish Forward on Vimeo.


Der Forward hat in seiner heutigen Ausgabe eine paar interessante Geschichten ueber den Jemen, der immer mehr droht als Staat zu scheitern und zu einem zweiten Sudan zu werden, das von Terroristen regiert wird. Viele Israelis haben jemenitische Wurzeln, darunter viele Freunde von mir, aber es gibt auch noch eine kleine juedische Gemeinde im Jemen, wie man in der obrigen Diashow sehen kann. Zugegeben, die Fotos sind nicht besonders beeindruckend, aber es ist der Einblick, den wir bekommen, der das Besondere ausmacht. Viel Spass dabei.

Friday, December 4, 2009

Cultural Heritage Artists Project of the Orchard Street Shul


Am Sonntag wird in New Haven eine neue Ausstellung eroeffnet, ueber die Allison Hoffman in der heutigen Tabletausgabe berichtet; hier der Link. In der dazugehoerigen Diashow ist das 6. Bild eines von meinen drei Kunstwerken in der Show. (Die anderen beiden Teile werde ich ein anderes Mal erklaeren.)
Hier ein bisschen zur Backgroundstory. Im Sommer erfuhr ich von dem Kunstprojekt. Durch meine Arbeit zu ehemaligen juedischen Gegenden in New York hatte ich mir einen Namen gemacht, wenn es um juedisches Kulturerbe geht. Mein Interesse hat bestimmt mit meiner eigenen deutsch-juedischen Identitaet zu tun (siehe hierzu auch mein Spurensucheprojekt).
Ich traf mich mit der Projektinitiatorin Cynthia Rubin, die Kuenstler aus allen Teilen der USA einlud, Kunstwerke im Dialog mit einer alten Synagoge in New Haven zu kreieren. Die Orchard Street Shul der Beth Israel Gemeinde ist eine nicht mehr aktive Synagoge im ehemaligen Immigrantenviertel New Havens, das heute fuer seine hohe Kriminalitaetsrate beruechtigt ist. Jeder Kuenstler musste das Gotteshaus und die Nachbarschaft zumindest einmal besuchen, um fuer die Ausstellung akzeptiert zu werden.
Die Idee fuer meine "Remembrance Stones" kam mir auf der Rueckreise von New Haven nach meinen ersten Besuch. Ich hatte zunaechst die Synagoge besichtigt (Fotos findet Ihr hier) und fuhr dann mit Cynthia zum Friedhof der Beth Israel Gemeinde. Ein moderner amerikanisch-juedischer Friedhof, der ausserhalb der Stadt ist (Fotos vom Friedhof findet Ihr hier).
Auf dem Friedhof hatten viele Grabsteine Fotos von Verstorbenen. Instinktiv fotografierte ich diese Fotografien, ohne zu wissen, was ich damit machen wollte. Mich faszinierte die Idee, dass Bilder der Synagogengruender hier auf dem Friedhof verteilt sind, und da viele der Enkel und Urenkel der Gemeindemitglieder New Haven verlassen haben, wird dieser Friedhof auch selten besucht.
Im Judentum stellt man anstelle von Blumen, Steine auf Grabmale. Meine Idee war es, 18 Steine mit Fotos in der Ausstellung zu praesentieren, wobei die Zahl 18 gemaess der kabbalistischen Zahlenlehre (Gematria) fuer das Wort "Leben" steht -- und ein Friedhof ist im Hebraeischen ein "Haus des Lebens".
Viele Wort und Zahlenspiele also.
Mehr dazu im Katalog der Ausstellung, den Ihr hier sehen koennt.
Am 20.12. werde ich in New Haven ueber mein Werk reden, aber vorhier findet Ihr in dieser Blog noch mehr ueber die anderen Teile des Kunstwerkes. 2Life Magazine stellt waehrendessen auch mehrere Kuenstler des Projekts vor. Lesenswert.

Monday, November 9, 2009

Der andere 9. November

Vor einem Jahr noch, als sich das Pogrom zum 70. Mal jaehrte, war das Wort "Kristallnacht" ueberall. Dieses Jahr ist der Jahrestag des Novemberpogroms in den Hintergrund gedraengt und man gedenkt dem 20. Jahrestag des Mauerfalls.

Das juedische Onlinemagazin Zeek ist eine Ausnahme, auch wenn der Text gekuerzt wurde und nicht "Kristallnacht" erwaehnt. Die Kuerzung des Textes hat auch zur Folge, das man meinen koennte, es gaebe heutzutage so gut wie kein juedisches Leben in Deutschland. Und das ist falsch. Gemeint war, dass es in den Orten, die ich fotografierte, keine juedisches Leben mehr gibt und dass diese Orte die letzten Zeugen der Vergangenheit sind.

Bedenkt man, dass traurige Nachrichten aus Dresden, Stralsund, Dortmund und anderorts kommen, ist diese Diashow eine wichtige Mahnung.

Zu den Bildern geht's hier.

Friday, November 6, 2009

Das Orchard Street Shul Cultural Heritage Artist Project


In einem Monat wird in New Haven eine Gruppenausstellung von Kuenstlern aus allen Teilen der USA eroeffnet: das Orchard Street Cultural Heritage Artist Project. Ich werde in der Ausstellung drei Ausstellungsstuecke haben, von denen ich ein anderes Mal erzaehlen werde.
Das Interessante an der Ausstellung ist, abgesehen von der Kunst natuerlich, die Geschichte, die dazu gefuehrt hat. Eine Kuenstlerin aus New Haven erfuhr von der Synagoge auf der Orchard Street, die zwar unter Denkmalschutz steht, jedoch in einem desolaten Zustand ist. Sie beschloss, auf diesen Zustand aufmerksam zu machen, in dem sie die nicht mehr benutzte Synagoge in einen Kunstraum verwandelt und Kuenstler aus allen Teilen des Landes aufruft, Werke im Dialog mit dem Gebaeude zu erschaffen. Eine gute Idee, die jedoch zunaechst auf taube Ohren stiess, da der Vorstand der Gemeinde (alle weit jenseits des Rentenalters) dagegen war.
Man gab jedoch nicht auf und fand eine Kunstgalerie, die von der Idee angetan war, und via Internet fand man auch Dutzende von Kuenstlern, juedische wie nichtjuedisch, die begeistert waren.
Es gab jedoch ein paar Bedingungen, die wichtigste: Man musste die Synagoge besuchen. Von New York aus ist das kein Problem, da man in etwas mehr als einer Stunde da sein kann, aber es kamen Leute aus Kalifornien, Utah und anderen exotischen Orten der USA, was mich wirklich ueberraschte (zumal kein Geld involviert war).
In einem Land, das nur sehr wenig Geschichte hat, und wo oftmals Geschichte vergessen wird, ist dies umso erstaunlicher.
Ich war fuer das Projekt zweimal in New Haven, wo ich das erste Mal auch kurz mit meinem Bruder zusammentraf. Obwohl der zwar in New Haven wohnt, hatte er zuvor nie von der Synagoge gehoert, und da die sich in einer nicht sehr sicheren Gegend der Stadt befindet, hat er sie auch noch nicht gesehen (und wird sie vielleicht auch nie sehen). Ein paar Fotos der Synagoge koennt Ihr hier sehen (und auch erwerben).
Bei meinem ersten Besuch hatte ich eine wage Idee, was ich machen wollte, doch aenderte diese nachdem ich auch den Friedhof (Fotos hier) besuchte. Mein zweiter Besuch war den verbliebenden Gemeindemitgliedern gewidmet (Fotos hier).
Mehr davon wohl ein anderes Mal, aber falls Ihr schon neugierig seid, dann schaut mal auf der Website. Es ist wirklich eine interessante Mischung von Kuenstlern geworden und ich freue mich schon auf die Ausstellung.

Friday, October 16, 2009

Finnisch und Juedisch

Finnish and Jewish from Jewish Forward on Vimeo.


Dina Kantor, die Freundin einer Freundin von mir, hat momentan in Portland eine Ausstellung ueber die juedische Gemeinde Finnlands, die ich vor ungefaehr zehn Jahren selbst erkundete. Dina wuchs in Minneapolis auf, ihr Vater ist juedisch und ihre Mutter eine Finnin, die zum Judentum konvertierte. Hier aus dem Forward eine Diashow mit einem Interview. Viel Spass dabei.