Showing posts with label New York. Show all posts
Showing posts with label New York. Show all posts

Tuesday, January 5, 2010

From Date to Mate

Der Forward berichtete letzte Woche ueber eine neue Fernsehshow, in der es um "Dating" geht. Im Zeitalter von Onlinedating mit Websites wie JDate ist das wohl etwas, was dem Zeitgeist entspricht, und auch das Format passt: Es sieht aus wie Reality TV, folgt jedoch einem festen Script und die Schauspieler sind sehr ueberzeugend. Der Inhalt in aller Kuerze: 4 juedische New Yorker nutzen den Online Dating Service von JMatch (gleichzeitig der Hauptsponsor der Sendung), um den richtigen Partner zu finden, sind jedoch gleichzeitig Akteure in einer Fernsehdokumentation ueber online dating.
Ja, ich muss eingestehen, die Sendung ist besser als erwartet.
Der Fernsehsender ist Shalom TV, auf dessen Website die Episoden auch online gesehen werden koennen. Neugierig? Dann klickt hier.

Wednesday, December 23, 2009

Chinesisches Essen an Weihnachten


Amerikanische Juden lieben chinesisches Essen, vor allem an Weihnachten. Philip Roth schrieb darueber in seinem Bestseller "Portnoy's Complaint" schon vor 40 Jahren darueber. In New York ist es eine Tradition, am Weihnachtstag nach Chinatown aufzubrechen, um dort Dim Sum und andere chinesische (nicht unbedingt koschere) Delikatessen zu verspeisen. Und wahrscheinlich werden wir das auch tun. Warum auch nicht? Wir sind ja echte New Yorker. In diesem Sinne, schon mal frohes Fest und guten Rutsch und bis in 2010 dann.

Wednesday, December 16, 2009

Coasties


Der Ausdruck "Coastie" wird im mittleren Westen der USA fuer Leute von der (Ost- und West-) Kueste gebraucht, oftmals auch fuer priviligierte junge Frauen. Ein neuer Song von einem Studenten der Universitaet in Madison, Wisconsin, impliziert, dass Coasties auch juedisch sind, und loeste eine kleine Kontroverse aus, die momentan in der Lokalpresse diskutiert wird (siehe hier). Antisemitismus oder nur schlechter Humor?

Wednesday, December 2, 2009

Ed Kochs letzte Ruhestaette


New Yorks ehemaliger Buergermeister Ed Koch is nach wie vor sehr beliebt. Als ich ihn vor ein paar Jahren fuer den Forward fotografierte, habe ich meine eigenen Eindruecke gesammelt, aber dazu hier nicht mehr.
Koch, der in zehn Tagen 85 wird, war von 1978 bis 1989 Buergermeister der Stadt New York. Er war zwar nicht New Yorks erster juedischer Buergermeister, das war sein Vorgaenger Abe Beame (geborener Birnbaum), aber jemand, der sich sehr stark mit dem Judentum identifizierte. Hier ein Videoclip, der dies unterstreicht. [Buergermeister Fiorello LaGuardia hatte eine juedische Mutter, identifizierte sich jedoch nicht als juedisch, obwohl er Jiddisch sprach.]
Obwohl sich Koch nie dazu bekannte, gehen viele davon aus, dass er homosexuell ist. In einem Wahlkampf gab es sogar den Slogan "Waehlt Cuomo, nicht den Homo." (Mario Cuomo war sein Opponent.)
Schwul oder nicht, Tatsache ist, dass Koch keine Familie hat. Und ihn keiner beerdigen wird, hat er sich entschlossen, sich selbst um sein Grab zu kuemmern (siehe hierzu den Beitrag in der NY Times). Das ist mittlerweile auch schon zu einer Touristenattraktion geworden und im offiziellen "Guide" des Trinity Church Friedhofs im Norden Manhattans aufgenommen. Trotz des Namens ist dieser einzig noch aktive Friedhof Manhattans fuer alle Religionen offen, und Ed Koch hat auf seinen Grabstein einen Davidstern sowie ein Zitat von dem ermordeten Wall Street Journal Reporter Daniel Pearl.
Wuenschen wir Ed Koch, dass er noch lange leben wird, auch wenn sein Grab und die Trauerfeier schon fertig geplant sind.

Monday, November 2, 2009

(5)770


Das juedische Jahr 5770 wurde von einigen Chabadanhaengern begeistert erwartet. Warum? Nun, sie glauben, dass dies das Jahr der Rueckkehr des Messias ist. Nein, nicht der christliche Joschuah, sondern der Rebbe, wie viele den 1994 verstorbenen Menachem Mendel Schneerson nennen, soll von den Toten auferstehen.
Gewiss, Schneerson war charismatisch und seine Bemuehungen, Juden zu ihren Wurzeln zurueck zu bringen, sind beeindruckend. Tausende von sogenannten Schluchim sind weltweit unterwegs, die Lehren des Rebbe zu verbreiten.
Der Rebbe regierte seine Bewegung von Crown Heights aus, einer Nachbarschaft in Brooklyn, in der er das Haus Eastern Parkway 770 bewohnte. Begeisterte Anhaenger des Rebben schafften Replicas dieses Gebaeudes, die sich nun auf der ganzen Welt befinden. Ein Kuenstlerpaar hat dies ausgiebig dokumentiert. Letztes Jahr war ich in Israel und besuchte Kfar Chabad, wo sich eine beeindruckende Kopie des Hauses befindet, letzten Monat konnte ich mir in LA die Kopien (LA hat gleich 2) anschauen (siehe Foto in diesem Blogeintrag). Da jeder hebraeische Buchstabe auch einen Zahlenwert hat, haben einige sogar gezaehlt, dass der Ausdruck Bajs Moschiach (hier in jiddischer Aussprache transkribiert), das Haus des Messias, den Zahlenwert 770 hat. Da dieses Jahr 5770 ist, also das Jahr, das die Hausnummer des (oftmals) kopierte Hauses beinhaltet, haben einige gleich mal ihre kabbalistischen Taschenrechner rausgeholt und Hoffnungen auf eine Rueckkehr ihres doch nicht wirklich toten Rebben verkuendet. Warten wir also mal ab.

Thursday, October 29, 2009

Mikes Wahlkampf


In New York wird gewaehlt. Es geht um die Wahl zum Buergermeister, und Mike Bloomberg, der Billionaer der momentan die Stadt regiert, will wiedergewaehlt werden. Und wie es aussieht, wird das auch geschehen. Jedoch gibt es Kritik. Nicht an seinen Regierungsstil oder an dem, was er erreicht hat, sondern daran, dass er Millionen an seinem Wahlkampf spendet und dank seines Reichtums auch dafuer gesorgt hat, dass das "Term Limit" aufgehoben wurde, was normalerweise nicht mehr als zwei Amtsperioden erlaubt. New York ist nicht kaeuflich, sagen daher viele New Yorker, aber anscheinend ist das doch so, denn Mike investiert geschickt in seinen Wahlkampf (und wirklich nur sein eigenes Geld) und kann sich daher die Unterstuetzung verschiedener Gruppen setzen, wie eben New Yorks Juden.
Die sind jedoch gar nicht mehr so einflussreich wie frueher, unterstreicht der Forward in seiner morgigen Ausgabe. Erstmals unter einer Million New Yorker sind Juden, im Aufwaertstrend hingegen die asiatische Bevoelkerung der Stadt.
Wie der Wahlkampf auch ausgehen wird (und fast alle gehen davon aus, dass Bloomberg haushoch gewinnen wird), der letzte Wahlkampf schien interessanter zu sein. Mir gefaellt jedoch, dass Michael Bloomberg nach wie vor ein multilingualen Wahlkampf hat; seine Website kann man sogar auf Jiddisch lesen.

Thursday, September 24, 2009

Latino Chassids


CNN erzaehlt die Geschichte von Marco und Jacqueline, zwei Latinos, die -- nachdem sie vermuten, dass sie Nachkommen von Anusim (oder, um den nicht ganz politisch korrekten, jedoch allgemein bekannteren Terminus zu benutzen "Marranos") sind -- zum orthodoxen Judentum konvertierten und heute in Crown Heights leben.
Eine nette Geschichte, die Ihr hier nachlesen koennt, und in einen weiteren Kontext ueber die komplexe Identitaet von Amerika steht (oder hier, Latinos in den USA).

Wednesday, September 23, 2009

Zehn Tage - Zehn Fragen


Die Zeit zwischen Rosch Haschana und Jom Kippur betraegt zehn Tage. In dieser Zeit wird darueber entschieden, ob man in das Buch des Lebens eingetragen wird oder nicht. Es ist die Zeit der Selbstreflektion.
Ein neues Projekt hilft nun dabei, die Zeit auch optimal zu nutzen. 10Q wurde von Reboot erstellt, einer Organisation, die sich um juedische Innovation dreht. Die Idee ist einfach. Jeden Tag bekommt man eine Frage gestellt, die man beantworten kann (oder auch nicht), und im darauf folgenden Jahr werden einem die Antworten zugeschickt.
Eine interessante und kreative Idee, die sogar auf dem Time Square praesentiert wird und ihren Weg auch in die New York Times gefunden hat.