
Vor ein paar Wochen war ich im Jewish Museum, um mir die Ausstellung "They Called Me Mayer July" anzusehen. Die Ausstellung umfasst Bilder des 1916 im Polnischen Opatow (Apt auf Jiddisch) geborenen Mayer Kirshenblatt. Apt ist eine kleinen Ortschaft unweit von Kielce, ein Schtetl, das Kirshenblatt 1934 Richtung Kanada verliess.
Wie viele Immigranten liess Kirshenblatt seine Vergangenheit hinter sich, jedoch schloss nie gaenzlich mit ihr ab. Seiner Tochter Barbara ist es zu verdanken, dass Kirshenblatt seine Kindheitserinnerungen zu Papier brachte, jedoch nicht in Form von Worten, sondern in naiven Bildern, die nicht nur in New York, sondern auch in Polen zu sehen sind. Nach einer Ausstellung in Kirshenblatts Geburtsort finden sich momentan Teile seines Werkes in Krakau, und fuer naechstes Jahre ist eine Ausstellung in Amsterdam geplant.
Fuer alle diejenigen, die keine Moeglichkeit haben, in Polen oder Holland zu sein, empfehle ich die Website des Jewish Museums, die eine wunderbar interaktive Version der Ausstellung online, die Ihr hier ausprobieren koennt. Dort findet Ihr nicht nur die Bilder, sondern auch Teile der Interviews, die Barbara mit ihrem Vater durchfuehrte. Von den vielen Interviews und Bildern gibt es auch einen Katalog, ueber den Ihr mehr hier lernen koennt.
Kirshenblatt fing erst als ueber Siebzigjaehriger an, zu malen. Mittlerweile ist er ueber 90, denkt jedoch nicht ans aufhoeren.

Und Barbara, die Ihr hier auf einem Foto mit ihrem Vater sehen koennt, hat auch immer neue Ideen. Die allerneuste: Die Ausstellung in die virtuelle Welt zu bringen. Am Sonntag wird Mayer July in der Tachles Gallery in Second Life zu sehen sein (Informationen hierzu findet Ihr hier). Falls Ihr Zeit habt, dann schaut doch vorbei. Es lohnt sich bestimmt.
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